Sehr geehrte Leser

Heute möchte ich einmal aufzeigen, wie einfach es ist, gute Dinge zu bewirken, sich für die Entstigmatisierung einzusetzen, und aufzeigen, worin ein Teil meiner Arbeit besteht, insbesondere um aufzuzeigen, was Pädophile Aktivisten eigentlich so tun.

Die meisten Menschen, die sich mit dem Thema Pädophilie beschäftigen, haben dabei das typische durch die Medien verbreitete Bild von einem oder mehreren Straftätern im Kopf, am besten noch durch die schreckliche Parodie von Gernot Hassknecht, als “Wo ist Klaus?” mit Trenchcoat und Hornbrille als potenzieller Sexualstraftäter, “Komm ich zeig dir einen richtigen Hasen”, dass dies nicht stimmt, lässt sich in den Köpfen einzelner kaum ändern, denn “die Medien sagen ja, es ist so und so”, und die Medien geben damit den Hass und die Vorurteile vor, und es ist nur schwerlich dies zu ändern, das habe ich schon oft genug gehört in den letzten Jahren.

Wenn dann auch noch jemand so wie ich, öffentlich und öffentlichkeitswirksam als “Aktivist” auftritt, haben die Menschen größtenteils nur eines im Sinn, das derjenige für Kinderpornografie und sexuellen Missbrauch Kämpfen möchte, aber dies ist genauso wenig der fall wie bei den anderen Aktivisten, mit denen ich zu tun habe (einzige Ausnahme, die mir bekannt ist, ist Dieter G. von K13 von dem sich die Pädophilenszene aber deutlich distanziert), wie ich in einem anderen Post erklärt habe, für welche Rechte ich einstehe, kämpfe ich einfach nur für ein friedliches leben für Pädophile Menschen, das beinhaltet zwar auch Opferlose alternativen wie Liebespuppen oder gezeichnete Pornografie, zum Ausleben der eigenen Sexualität, allerdings geht das meiste um einen Kampf gegen Stigmatisierung, Hass und Diskriminierung, und dem Schutz vor dieser, sodass ich hoffe, dass wir irgendwann mal wie in den 80ern teilweise in die Öffentlichkeit treten können und uns outen können ohne Angst vor Gewalt und Mord haben zu müssen.

Die Medien spielen dabei eine große Rolle, wenn immer ich Google News öffne, oder etwas in meinen Mail-Feed bekomme, das mit dem Thema Pädophilie zu tun hat, ist es ausschließlich negativ, (welches der Grund ist, warum eine amerikanische Organisation zur Prävention von Missbrauch 2018 auch den Begriff “MAP” bzw. “Minor Attracted Person” gewählt hat, um uns zu Entstigmatisieren, und weniger dem medialen Hass auszusetzen), da diese häufig entweder falsche Bezeichnungen übernehmen, oder ihre eigene persönliche Meinung über Menschen in den Text mit einlaufen lassen, und so noch immer recht häufig stigmatisierende Äußerungen verfassen < Beispiele, da geht es z.B. mal darum das jemandem “Pädophilie vorgeworfen wird” oder wie man “Kinder vor Pädophilen Schützt”, “Pädophilen-Ringe” oder wie man “Pädophile härter bestrafen kann”, alle haben sie 2 Sachen gemeinsam.

1) Sie sind zwar inhaltlich richtig, als dass es Sexualstraftaten tatsächlich gibt, aber durch fälschliche Wortwahlen wie z.B. die Benutzung des Wortes Pädophilie Menschen aufgrund ihrer Sexualität damit in Verbindung gebracht werden, die nichts damit zu tun haben (die meisten Kindesmissbrauchstäter sind Heterosexuelle oder Teleiophile, also auf “erwachsene stehende” Ersatzhandlungstäter).
2) sie entfachen dadurch grundlos Hass auf Menschen, und dies Medienwirksam

Heute ist wieder so ein Fall, den ich erwähnen möchte, Interpol hat die Kinderpornografische Darknet-Platform “KidFlix” zerschlagen und in Deutschland hat das BKA Hausdurchsuchungen wegen Kinderpornografie und Missbrauchsabbildungen vollstreckt, die Nachrichten werden in knapp 50 % der Fälle so verbreitet:

Hier mal ein Beispiel solch einer stigmatisierenden Überschrift:

Ich bin der persönlichen Ansicht, jeder Journalist oder Redakteur sollte sich dabei einen guten Leitsatz herbeirufen “Wenn ich entweder über Straftaten oder Personen berichte, wie würden sich Menschen aufgrund ihrer Sexualität, die durch meine Wortwahl unschuldig ins Kreuzfeuer geraten fühlen? Deshalb sollte ich immer bedenken, wie würden sich Homosexuelle fühlen, wenn ich dasselbe über sie schreiben würde” kann ich z.B. auch statt “Polizei hebt riesiges Pädophilen-Netzwerk aus”, guten Gewissens “Polizei hebt riesiges Homosexuellen-Netzwerk aus” schreiben, ohne das es Hass entfacht oder Menschen gegen mich aufbringt?

Meine aktivistische Aufgabe ist es jetzt hier, dass ich mit freundlichen und empathischen Texten die Redaktionen erreiche, und ihnen erkläre, dass Sexualstraftaten nichts mit Pädophilie bzw. der Sexualität eines Menschen zu tun haben, und die meisten Pädophilen nie Straftäter werden, also ihnen den Unterschied zwischen sexueller Identität und Sexualstraftat näherzubringen.

Heute habe ich, nachdem ich per Mail-Feed von dieser leider auf uns zugeschnittenen stigmatisierenden News über die kinderpornografische Plattform “KidFlix” erfahren habe, 25 Nachrichtenredaktionen per Mail erreicht und alleine nach den ersten 15 Mails bereits 7 Redaktionen dazu bewegen können, ihre Überschrift zu ändern, teilweise sogar mit der höflichen Antwort, man würde das Intern besprechen, um solche Wortwahlen in Zukunft zu vermeiden, um keine unschuldigen Menschen mehr aufgrund ihrer sexuellen Identität zu stigmatisieren.

DAS ist es wofür ich und andere mich einsetzen, und was wir versuchen zu erreichen, damit wir irgendwann mal wie das in den 80ern mal war in die Öffentlichkeit treten können und uns outen können ohne Angst vor Gewalt und Mord haben zu müssen, sondern Akzeptanz und Unterstützung bekommen, für das, was wir sind.


– Consuela

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *